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Evolution und WebdesignDie biologische Evolution hat ohne Intelligenz und Geist ein hochkomplexes, an seine Umgebung angepasstes Gebilde enstehen lasse: die Gesamtheit aller Lebewesen, mit einbezogen der Mensch. Daher die Frage: Sollte es nicht möglich sein, diesen Entwicklungs- und Auswahlprozess auch für die Gestaltung besserer Webseiten zu nutzen? Begriffe der EvolutionDas einzelne Lebewesen: Es gibt seine Erbanlagen durch Fortpflanzung an die Nachkommen weiter. Dabei kommt es geringfügi zu Mutationen (Kopierfehlern). Die Fortpflanzung geschieht häufig sexuell, also unter Vermischung der elterlichen Erbanlagen. Man geht davon aus, dass Individuen den meisten Nachwuchs hervorbringen, die sich mit den Umweltbedingungen am besten arrangieren konnten (Selektion). Durch diese Selektion steigt der Anpassungsfähgikeit an die Umgebung von Generation zu Generation, bis schließlich irgendwann eine "gute" Lösung gefunden wurde. Zum Beispiel werden die langsamen Büffel zuerst gefressen, die schnellen dageben überleben und geben ihre Gene für Schnelligkeit an ihre Nachkommen weiter. Ändern sich die Umweltbedingungen, z.B. durch ein anderes Klima oder neu auftretende konkurrierende Spezies, so beginnt das ganze Spiel von vorne. Evolution im WebÄhnliche Bedingungen wie in der Natur finden wir auch im Web wieder. Es gibt eine große Anzahl unterschiedlicher Internetseiten die durch die Surfer in Konkurrenz miteinander stehen. Dies Konkurrenz kann verglichen werden mit der biologischen Selektion. D.h. Häufig besuchte Seiten bleiben bestehen, während weniger besuchte Seite irgendwann verschwinden. Die Primäre Umweltbedingung wird durch zwei Faktoren bestimmt: die Gunst der Benutzer (duch der Site eigene Faktoren wie Ladezeit, Usability und Gefallen des Layouts), externe nicht direkt beeinflussbare Faktoren wie z.B. die Qualität der konkurrierenden Seiten. Für die Variation der Websites sorgen schließlich Webdesigner und Webmaster, indem immer neue Lösungen und Layouts erstellte werden. Der Austausch von Informationen, vergleichbar mit der sexuellen Fortpflanzung, finden durch den Ideenaustausch statt, denn gute Lösungen werden schnell und einfach übernommen. Globale VariationEs ist durchaus positiv aus der Sicht der globalen Perspektive, wenn viele Webdesigner ihre eigenen Ideen und Vorschläge ins Netz stellen. Die Selektionsbasis wir dadurch größer und effektiver. Evolution auf dem MarktEin anderer Selektionsdruck der bei vielen Webdesigner spürbar ist, ist der Konkurrenzkampf auf dem Markt, Kunden die erfolgreiche Websites wollen. Wenn man versagt, dann fällt man der Evolution sozusagn zum „Opfer“. Das Rezept zum Umbau einer Website lautet hier nicht:die innovativsten Ideen online stellen und schauen, wie diese bei den Benutzern ankommen. Sondern bereits bewährte „Rezepte“ verwenden und sich an Usibility-Richtlinien halten. So entstehen jedoch zwei widerstreitende Prinzipien: für ein an den Surfern gemessenes „gutes“ Internet ist eine große Selektionsbasis durchaus hilfreich. Die Webdesigner sollen ermuntert werden auch innovative und neue Ansätze zu verwenden. Die individuelle Perspektive des Webdesigners (und Unternehmens) widerspricht der „Verwendung bewährter Ansätze“ komplett. Evolutiver EntwicklungsprozessWenn es einen globalen Widerspruch gibt, dann können zumindest evolutive Prozesse für die eigene Entwicklung genutzt werden: Beginnen Sie ein Projekt mit einer vielzahl verschiedener Lösungen. Simulieren Sie eine Selektion. Fragen Sie dazue Kollegen und Testpersonen nach ihrer Meinung und verwerfen schlechte Ideen. Mischen Sie ursprünglich verschiedenen Ansätze mit guten Ansätzen. Anschließend wiederholen Sie diesen Prozess und gehen Änderungen in kleinen nach. Als Ergebnis erlangen Sie eine „evolutionär gehärtete“ Lösung. Vielleicht nicht die beste oder schönste, jedoch eine funktionierende Alternative. So wie es die Natur vorsieht. Weiterführende Links (muss nicht zum Thema passen ;)): |
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